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Skat Spiel FAQ

Skat und die Erklärung, die kleine FAQ.

Spiel FAQ

© Lupo / pixelio.de

Skatblatt: Das Blatt im Skat besteht aus 32 Karten, jeweils 8 Karten Kreuz, Pik, Herz und Karo.
Die Symbole sind wie im „MauMau“ sieben, acht, neun, zehn, Bube, Dame, König und Ass.
Die hier beschriebenen Bezeichnungen beziehen sich auf ein französisches Skatblatt, natürlich ist das Spiel äquivalent mit anderen (deutschen, italienischen,..) Blättern ebenso spielbar.

Spieleranzahl: Skat wird mit mindestens drei Spielern gespielt, vier Spieler werden jedoch als optimale Anzahl angesehen. Am eigentlichen Spiel sind drei Leute beteiligt, der vierte fungiert als Kartengeber. Diese Funktion wird Runde für Runde im Uhrzeigersinn weitergegeben, frühestens sobald jeder diese eingenommen hat kann ein Spiel beendet werden, Erklärung dazu folgt in „Das Reizen“.

Geben: Das Kartenspiel beginnt mit dem Geben. Der Geber gibt jedem Spieler reihum erst jeweils drei verdeckte Karten, dann werden zwei Karten ebenfalls verdeckt auf dem Tisch abgelegt, sie bilden den sogenannten Skat. Daraufhin bekommt jeder Spieler weitere vier und zuletzt noch einmal zwei Karten, sodass jeder Spieler insgesamt ein zehn-Karten-Blatt auf der Hand hält.

Reizen: Beim Skat spielt stets ein Spieler gegen die beiden Anderen. Der Spieler der das Reizen „gewinnt“ tritt als sogenannter Solist auf, er spielt in der jeweiligen Runde also alleine gegen zwei Gegner.
Im Allgemeinen versucht ein Spieler dann als Solist agieren zu können, wenn er ein Blatt auf der Hand hält, mit dem er meint das Spiel gewinnen zu können, um Punkte zu erzielen. Mit schlechten Karten ist das Spielen als Solist im Normalfall ungeeignet, weil man keine Hilfe von einem Partner bekommt, wie es beim Spiel zu zweit der Fall ist.
Außerdem führt ein Verlust des Spiels als Solist zu doppeltem Punktverlust, auf diese Thematik wird unter „Aufschreiben“ näher eingegangen.
Nun zum eigentlichen Reizen. Dieser Teil des Spiels wird von Laien häufig als der komplizierteste und schwierigste angesehen.
Die Vorhand, also der Spieler der als erster ausspielt, hört als erster. Das bedeutet Mittelhand reizt zunächst Vorhand, bis einer der beiden passt, das heißt, bis einer der beiden Spieler auf das Alleinspiel-Recht verzichtet. Nun setzt die Hinterhand, also der Spieler der als dritter ausspielt, das Reizen gegen den übriggebliebenen Spieler fort. Wer wiederum dieses Reizen „gewinnt“ geht als Solist ins Spiel.
Passen Hinter- und Mittelhand sofort, darf die Vorhand als Alleinspieler fungieren. Möchte diese dies allerdings ebenfalls nicht ist das Spiel eingepasst, der Kartengeber gibt nach nochmaligem Mischen neue Karten aus.




Als Faustregel gilt also: Vorhand hört nur, Mittelhand reizt und hört, Hinterhand reizt nur. Als Ablauf des Reizens ergibt sich folgender: Mittelhand reizt zunächst Vorhand mit bestimmten Zahlenwerten, die sie immer weiter steigern muss so lange bis die Vorhand „weg“, „ich passe“ oder Ähnliches sagt oder bis sie ihr Angebot nicht weiter erhöhen möchte. Die Mittelhand muss dabei einen höheren Reizwert ansagen, als die Vorhand hält. Das Gleiche geschieht danach zwischen Mittel-/Vorhand und Hinterhand. Demzufolge bekommt die Vorhand ein Spiel stets billiger als die Mittelhand und diese wiederum bekommt es billiger als die Hinterhand. Dadurch und durch das Recht des ersten Ausspielens, entsteht ein gewisser Vorteil für die Vorhand, weswegen, in „Die Spieleranzahl“ bereits angedeutet, jeder Spieler jede Position jeweils gleich oft eingenommen haben muss, bevor ein Spiel beendet werden kann. Beim Reizen geht es im Wesentlichen um drei Dinge und zwar den Reizfaktor, den Grundwert und den Spielwert. Der Spielwert wird dabei folgendermaßen berechnet: Reizfaktor * Grundwert = Spielwert Die Frage ist nun erst einmal, wie berechnet sich der Reizfaktor?

Grand-Spiel

Grand-Spiel

Grundlage für den Reizfaktor sind die Trumpfkarten.

Sowohl im Farbspiel, als auch im Grand sind die Buben die höchsten Trümpfe. Die Reihenfolge lautet dabei Kreuz-Bube, Pik-Bube, Herz-Bube, Karo-Bube, es folgen, die in der vom Spieler gewählten Trumpffarbe, Ass, 10, König, Dame, 9, 8, 7. Die ununterbrochene Reihenfolge von Trümpfen nennt man Spitzen, aus denen der Reizfaktor zu errechnen ist. Hat ein Spieler den Kreuz-Buben auf der Hand, so spricht man von einem Spiel mit andernfalls von einem Spiel ohne Spitzen. Der Reizwert errechnet sich aus der Anzahl der Spitzen plus eins. Einfacher zu verstehen an einem Beispiel (1): Hat ein Spieler von Kreuz-Bube bis zu seiner gewählten Trumpffarbe eine durchgehende Kartenreihe bis hin zur 10 so spricht man von einem Spiel „mit 6“, der Reizwert betrüge also 6+1=7

Ein zweites Beispiel (2):

Hat ein Spieler nur den Karo-Buben und das Ass der jeweiligen Trumpffarbe, so spricht man von „ohne 3“, was sich auf die fehlenden Buben, die einen höheren Wert haben, als der Karo-Bube bezieht. Es ergibt sich der Reizfaktor 3+1=4. „Ohne“ zu reizen ist ein riskantes unterfangen, da sich der Spielwert durch die im Skat liegenden Karten verringern kann, die Gefahr des Überreizen besteht. Auch dazu ein Beispiel (3): Der Spieler aus Beispiel (2) entscheidet das Reizen für sich und erhält den Skat, in dem er unter anderem den Kreuz-Buben vorfindet. Nun hat sich der Reizfaktor auf 2 verringert, da er nur noch eine Spitze besitzt, dadurch verringert sich der gesamte Spielwert. Nun zum Grundwert. Dieser ist sehr einfach zu erkennen: Jeder Farbe wird beim Skat ein Wert zugeordnet. Kreuz = 12, Pik = 11, Herz = 10, Karo = 9. Der Reizfaktor wird dann mit dem Wert der vorhergesehenen Trumpffarbe multipliziert, dies ergibt den Spielwert. An den Beispielen noch einmal erläutert bedeutet das: (1) Spieler hat Karo als Trumpffarbe auserkoren: 7 * 9 = 63 Sprich: „Mit 6 Spiel 7 mal Karo“ (2) Spieler wählt Pik als Trumpf: 4 * 11 = 44 Sprich: „Ohne 3 Spiel 4 mal 11“ All diese bisherigen Erklärungen in Bezug auf Spielwert gingen von einem Farbspiel aus. Welche Werte haben jedoch Spiele, die auf eine Nullspiel oder Grand aus sind? Beim Grand ist der Grundwert 24, das bedeutet hat ein Spieler den Kreuz- und Pik-Buben ergibt sich die Rechnung: (2+1) * 24 = 72 Man erkennt sofort, dass dies ein sehr hoher Wert ist, deswegen wird das Spiel Grand (übersetzt „Großspiel“) genannt.

Beim Nullspiel gibt es nichts zu errechnen, der Spieler muss sich nur fragen, welche der vier Optionen er wählen will, der Spielwert ist klar zugeordnet:

Null mit Einsicht in den Skat    = 23

Null aus der Hand        = 35

Null ouvert            = 46

Null ouvert aus der Hand    = 59

Beim letzten Teilaspekt des Reizens geht es um das Überreizen und die Gewinnstufen. Die Gewinnstufen sind schnell erklärt. Es gibt sie nur beim Farbspiel und Grand, durch eine höhere Gewinnstufe kann ein höherer Reizfaktor und Spielwert erreicht werden. Folgende Gewinnstufen gibt es: Das einfache Spiel – Alleinspieler erhält 61 bis 89 Augen Schneider – Solist erhält 90 Punkte und mehr Schwarz – Gegenpartei bekommt keinen Stich

Ein kurzes Beispiel wie sich die Gewinnstufen auswirken können:
Mit einem, Spiel 2, Schneider 3, Schwarz 4 * Grundwert = Spielwert
Diese Rechnungen werden jedoch meist erst am Ende des Spiels ausgeführt.
Hat ein Spieler höher gereizt als sein Spielwert beim einfachen Spiel es zulässt und er schafft es nicht einen Schneider/Schwarz zu erreichen, gilt das Spiel als verloren, der Spieler hat überreizt.

Spiel-Arten: Nach dem Reizen muss der Solist eine Spielart auswählen, es stehen ihm hierbei im Wesentlichen drei Arten zur Verfügung und zwar:

1. Das Farbspiel
2. Der Grand/das Großspiel
3. Das Nullspiel

1. Das Farbspiel wird am häufigsten gespielt. Außer den vier Buben in der bereits genannten Reihenfolge gibt es hierbei eine Farbe die den Trumpf darstellt, auch diese Abfolge wurde bereits erläutert. Die anderen drei Farben haben den gleichen Wert.
2. Beim Grand sind nur die Buben Trumpf, alle anderen Farben sind der identische Wert zugeordnet.
3. Beim Nullspiel verfolgt der Solist das Ziel, keinen einzigen Stich zu erzielen. Bei dieser Spiel-Art existiert kein Trumpf, wodurch sich eine andere Abfolge der Spielkarten ergibt. Der Bube reiht sich dabei zwischen der Dame und der 10 ein, also: Ass, König, Dame, Bube, 10, 9, 8, 7.

Es gibt die Möglichkeit die Spiel-Arten normal, als Handspiel oder ouvert zu spielen. Während beim Farb- und Nullspiel ouvert nur in Kombination mit einem Handspiel möglich sind, sind die Varianten beim Nullspiel frei kombinierbar.
Im normalen Spiel nimmt der Solist den Skat auf und drückt dann zwei seiner nun zwölf Karten, so kann das Blatt verbessert werden.
Im Handspiel wird der Skat nicht aufgenommen, es wird nur mit den Karten auf der Hand gespielt.
Beim offenen Spiel oder ouvert legt der Solist seine Karten offen auf den Tisch, dies erfordert ein ausgezeichnetes Blatt.

Spielen: Das Skatspielen an sich hat sich aus den vorigen Abschnitten bereits größten Teils ergeben. Es geht darum Stiche zu sammeln. (außer beim Nullspiel) Die Vorhand legt eine Karte ab, die Mittel- und Hinterhand muss, falls vorhanden die selbe Farbe spielen, ist dies nicht der Fall kann ein beliebiges Symbol abgelegt werden, gestochen werden kann jedoch nur noch mit einer Trumpffarbe oder einem Buben. Die verschiedenen Karten haben natürlich verschiedene Punktewertungen, die mitentscheidend für das Spiel an sich sind, dazu mehr im nächsten Punkt.

Wertung: Am Ende jeder Runde werden die Stiche des Solisten und der Gegenpartei zusammengezählt. Ein Ass zählt dabei elf Punkte, eine 10 zehn Punkte, ein König vier, eine Dame drei und ein Bube zwei Punkte, die Karten sieben bis neun sind die sogenannten Luschen und zählen null Punkte. Da 120 Punkte im Spiel sind gewinnt diejenige Partei mit 61 oder mehr Punkten, außer ein Spieler hat auf Schneider oder Schwarz gesetzt und überreizt.
Aufgeschrieben werden normalerweise nur die Punkte des jeweiligen Alleinspielers. Hat er gewonnen, so bekommt er den Wert des Spiel zugeschrieben, hat er verloren bekommt er die doppelte Punktzahl abgezogen.

Bilder by © Lupo / pixelio.de und © Christine Braune / pixelio.de

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